10er Magazin/Clip [How-to]

Es gibt die Möglichkeit aus 2 normalen Nerf 6er Magazinen (Clips, ist eigentlich die falsche Bezeichnung, aber sie werden von Nerf unter diesem Namen vertrieben) ein 10er Magazin zu basteln.

Leider ist es sehr schwer ein vernünftiges Ergebnis zu erzielen da die Schnittkanten genau aufeinander passen müssen und es sehr schwer ist genau zu arbeiten. Wenn sich die Wände der Clips nur geringfügig gegeneinander verschieben, bleibt der Schieber des Magazins hängen.

Howto: Superclip

Air Restrictor

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Air-restrictor

Luftstrom-Begrenzer (Abk.: AR / engl.: Air Restrictor)

Der Air Restrictor wird in Dartblastern verbaut um deren Schusskraft zu steuern. In der Regel reduziert dieses Teil die Schusskraft. Es sorgt aber auch dafür, dass der Aufschlag des Kolbens auf den Zylinderboden gedämpft wird und damit die mechanische Belastung verringert. Der Air Restrictor sitzt bei Blastern, deren Kammern einzeln geladen werden (z.B. Maverick , Nitefinder, Firefly, Triple-Shot-Shotgun) meistens im Lauf und blockiert den Luftstrom nachdem der Dart eine Strecke von ca. 15mm zurückgelegt hat, sodass der Dart nicht mehr weiter beschleunigt wird. Bei Blastern, welche mit Hülsen arbeiten, (Double-Shot, Rapid Fire Tek) ist der Air-Restrictor, sofern vorhanden, in jeder Hülse ausgeführt.

Funktionsweise

Der Luftstrom-Begrenzer sorgt dafür, dass nur eine bestimmte Menge Luft den Dart beschleunigt.

  1. Der Dart drückt auf die Stifte der Drosselklappe und hält sie damit offen.
  2. Luft kann durch die Öffnung in der Drosselklappe einströmen.
  3. Durch den Überdruck verlässt der Dart die Kammer.
  4. Die Drosselklappe wird durch Federkraft geschlossen.
  5. Bei geschlossener Drosselklappe kann keine weitere Luft nachströmen.
  6. Der Dart wird nicht weiter beschleunigt.

Abgrenzung

Der Air Restrictor ist nicht zu verwechseln mit dem Dart -Stift, der oft direkt auf dem Air Restrictor sitzt. Dessen Aufgabe ist es zu verhindern, dass Nicht-Originalmunition in den Blaster eingeführt wird.

Modifikation

Das Entfernen des Air-Restrictors ist ein beliebter Mod zur Leistungssteigerung. Dartblaster, die mit Magazinen arbeiten (Recon, Stampede , Alpha Trooper, Raider), besitzen in der Regel eine kleine Öffnung an der Verbindung zwischenPlunger -Tube und Lauf, manchmal auch zusätzlich zum normalen Air-Restrictor, durch die ein wenig Druck und somit Schusskraft entweichen kann.

BuzzBee Hawk

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BuzzBee HawkOptik

Erinnert an eine Kreuzung aus Rapid Fire Tek und Hunter. Von der Größe her etwa 5 cm kürzer als meine Double Shot bei ähnlichen Proportionen.

Technik

Der Nachlademechanismus ist der Gleiche wie bei der Hunter, der Hülsenauswurf funktioniert ähnlich wie der der Shell Shock. Das Innenleben dürfte ebenfalls der Hunter entsprechen.

Leistung

Die Schussleistung der Hawk liegt in etwa gleichauf mit der Double Shot, ein Reichweitenmonster sollte man also nicht erwarten. Die besten Ergebnisse brachten hier mal wieder die Dart Tags, kurz dahinter Whistlers, Buzzbee Darts verlassen den Lauf nur recht schlapp.

Moddingpotential

Leistungstechnisch wird hier ähnlich wenig gehen wie bei der Hunter, optisch steckt hier meiner Meinung nach dagegen einiges drin! Dadurch, dass sich im Gegensatz zur Double Shot keine Mechanik im Kolben befindet, sind dem Modder hier keine Grenzen bei der Modifikation gesetzt ;). An entsprechender Stelle sollte sich problemlos eine Rail für ein Zielfernrohr anbringen lassen, mit einer Verlängerung des Laufes und entsprechender Bemalung dürfte man hier ein hübsches Jagdgewehr bauen können.

Fazit

Wie von den meisten BuzzBee -Blastern gewohnt, überzeugt auch die Hawk meiner Einschätzung nach eher durch die Optik als durch Leistung. Repetiermechnanismus gepaart mit Hülsenauswurf machen diesen Blaster zu einem echten Spaßgerät 🙂 Wer also ein Jagdgewehr z.B. für Zombie-LARP sucht, dürfte mit der Hawk bestens beraten sein!

Cent-Mods werden in der Regel an der Maverick vorgenommen.

Bei einem Cent-Mod werden hinter die Feder der Maverick einige Cent Stücke gesteckt um den Druck, der somit stärker gespannten Feder , zu erhöhen.

Geeignete Münzen sind 2- oder 10cent Stücke. Diese passen sehr gut ins Gehäuse, da sie den dem gleichen Durchmesser wie die Feder besitzen. Bei z.B. 3 x 2 Cent wird die Feder um 5mm verkürzt bzw. gespannt, bei 2 x 10 Cent um ca. 4mm.

Nach kurzer Zeit jedoch nimmt die Feder ihre neue, verkürzte Länge an. Eine Leistungssteigerung ist dann nicht mehr zu bemerken.

maverick_centmod01b

Lage der Centstücke in einer Maverick

Cent_mod_feder

Angepasste Länge einer gemoddeten Feder

Longshot LuftlochDas Druckausgleichsloch in der Longshot sorgt dafür das die dem Dart zugeführte „Druckluft“ nicht zu stark ist.

Für eine Leistungssteigerung ist dies natürlich unverantwortlich. Deswegen wird das Loch einfach zugeklebt.
Entweder mit normalem Klebesteifen, oder besser (aber auch schwieriger) das Loch mit etwas Heisskleber füllen. Dabei darauf achten das im Lauf und ausserhalb nichts übersteht!

Das Luftloch befindet sich im auf dem im Bild markierten Bereich.

Federdruckblaster

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Federdruckblaster, manuell

Beim Federblaster werden die Darts durch komprimierte Luft angetrieben, die durch eine gespannte Feder erzeugt wird. Die Feder drückt beim Abschussvorgang auf einen Kolben (= Plunger), der (relativ) luftdicht mit dem Lauf verbunden ist. Vor jedem Schuss muss die Feder von Hand gespannt werden. Typische Vertreter dieser Gattung sind die Nerf Raider, Nitefinder oder Longshot. Es existieren die Untergattungen normaler Kolben (z.B. Nitefinder, Longshot) und invertierter Kolben (= Reverse Plunger, z.B. Raider, Recon).

Modding

Leistungssteigernde Maßnahmen sind z.B. das Entfernen des Air Restrictors, eine verbesserte Abdichtung des Plungers durch einen O-Ring, die Erhöhung der Federkraft durch Strecken/Vorspannen oder Austauschen der Feder und die Verkürzung des Laufes (Minimalisierung).

Federdruckblaster, elektrisch

Beim elektrischen Federdruckblaster funktioniert der Antrieb des Darts wie beim manuellen Federdruckblaster, jedoch wird der Spann- und Nachladevorgang von einem Motor übernommen. Da das manuelle Spannen wegfällt, können derartige Blaster Feuerstöße abgeben. Typische Vertreter sind die Nerf Stampede und Vulcan.

Modding

Zur Erhöhung der Schussenergie können dieselben Methoden wie beim manuellen Blaster verwendet werden. Um die Kadenz der Feuerstöße zu erhöhen, muss die Spannung erhöht oder der Motor ausgetauscht werden.

Flywheelblaster

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Flywheelblaster (dt.: Schwungradblaster)

Flywheelblaster, manuell

Beim Flywheelblaster werden die Darts über sich schnell drehende Rollen (=Flywheels) aus dem Lauf beschleunigt.
Das Funktionsprinzip ist hier wie bei einer Tennisballkanone, die Kraft zum Abschuss wird von Motoren erzeugt. Typische Vertreter dieser Gattung sind die Barricade, Rayven oder die Powerstrike 48.

Modding

Eine Leistungssteigerung erfolgt normalerweise durch Erhöhung der Spannung und/oder Austausch der Antriebsmotoren.

Flywheelblaster, automatisch

Beim Automatischen Flywheelblaster funktioniert auch die Munitionszuführung elektrisch, weshalb auch Feuerstöße möglich sind. Ein typischer Vertreter dieser Gattung ist die BuzzBee Tommy 20.

Modding

Durch die Erhöhung der Spannung steigt sowohl die Schussenergie als auch die Kadenz an.

Bei den Magazinen/Clips von Nerf muss man die Darts in eine bestimmte Richtung einlegen.

Mit ein paar kleinen Arbeiten kann man es erreichen, dass es egal ist wie herum das Magazin eingelegt wird und dementsprechend egal wie die Darts eingelegt werden. Hauptsache alle in eine Richtung!

Folgende „Vorrichtungen“ verhindern, dass das Magazin andersherum hineingesteckt werden kann:

clip_mod_01a

Bei Nr. 1 muss man den kleinen „Nippel“ genauso wie auf der gegenüberliegenden Seite wegschleifen, damit die Rille insgesamt breiter wird. (Auf beiden Seiten des Magazins)

clip_mod_02aclip_mod_04a

Bei Nr. 2 muss eine Kerbe, auch wie auf der gegenüberliegende Seite hinein gesägt werden.

Bei Nr. 3 muss die Kante flachgeschliffen werden.

Hier ein Bild wie es etwa aussehen sollte. Achtet darauf sauber zu arbeiten und am besten keine Grate überstehen zu lassen, an denen sich der Blaster oder ein Dart verklemmen könnten.

clip_mod_03a

Modding

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Modding (engl. = Modifizieren) bezeichnet das bauliche Verändern von Dartblastern. Dabei unterscheidet man im wesentlichen zwei Arten von Mods (Abk.: Modifikationen):

  • leistungssteigernde Mods
  • optische Mods

Leistungssteigernde Modifikationen

Es gibt eine Vielzahl an Modifikationen zur Leistungssteigerung. Es unterscheidet sich nach Blastertyp, welche Modifikationen machbar sind:

Federdruckblaster

Ein beliebter Mod, der bei fast allen Blastern durchgeführt werden kann, ist die AR-Entfernung. Bei Modellen wie Nite Finder oder Reflex von Nerf ist dieser Mod recht einfach durchzuführen, andere Modelle wie Vulcan oder Stampede erfordern einen höheren Aufwand. Ein ebenfalls einfacher und beliebter Mod ist das Federstrecken, das Vorspannen der Feder oder der Austausch der Standardfeder gegen eine stärkere Moddingfeder.

Schwungradblaster (Flywheelblaster)

Die beliebteste Modifikation für Schwungradblaster ist wohl die Erhöhung der Betriebsspannung, eine weitere Möglichkeit ist der Austausch der Motoren gegen Stärkere aus dem Modellbau- oder Slotcarbereich (normalerweise einhergehend mit einem Voltagemod).

Optische Modifikationen

Der grundlegende optische Mod ist das Lackieren. Hierbei werden Elemente, die in Funktion zu sehen sind, anders gefärbt.
Darüber hinaus werden meistens die Markenembleme entfernt und/oder zusätzliche Details hinzugefügt.
Ebenfalls beliebt ist das im Steampunk übliche Anbauen von zusätzlichen Teilen, die den Anschein einer mechanischen Funktion erwecken.

Essentielles Werkzeug und Material

Die Grundausstattung für die heimische Moddingwerkstatt. Unter „Grundausstattung“ findet man die simpelste Variante, „Optional“ ist ein Nice-to-have, aber nicht zwingend, „Deluxe“ bezeichnet das Optimum für den Anwendungszweck.

Achtung: Die Deluxe-Version ersetzt nicht in allen Fällen die Grundausstattung!

Grundausstattung Optional Deluxe Anwendungszweck
Kreuzschlitzschraubendreher Phillips Gr. 0 Akkuschrauber mit Langstielbit Phillips Gr. 0 etwa 90% aller in Blastern verbauten Schrauben
Kreuzschlitzschraubendreher Phillips Gr. 1 Akkuschrauber mit Langstielbit Phillips Gr. 1 …die restlichen 10% der Schrauben
Bastelmesser oder Cutter Skalpellsatz mit versch. Klingen Dremel mit Fräs- und Schneidaufsätzen Änderungen am Gehäuse
versch. Stechbeitel (plane Klinge, halbrunde Klinge)
Pucksäge mit Metall-/Kunststoffblatt Große Metallbügelsäge Dremel mit Fräs- und Schneidaufsätzen Schneidarbeiten aller art
Laubsäge elektrische Dekupiersäge
Heissklebepistole um Dinge zu verbinden (wozu sonst?)
Ein Satz Schlüsselfeilen (Rund, Halbrund, Flach, Dreieck) Metallfeile (plan/halbrund) Entgraten, Änderung am Gehäuse
Holzraspel (plan/halbrund)
Akku-(Bohr-)Schrauber Bohrmaschine Schrauben und Bohren
Ein Satz Metallbohrer (1mm – 12mm) Ein Satz Holzbohrer (2mm – 12mm) um Löcher zu machen…
Ein besonders langer Holz- oder Metallbohrer (10 mm) entfernen von ARs in alten N-Strike -Modellen
Einige Bügelklemmen 2-3 Schraubzwingen Schraubstock Fixieren von Teilen, z.B. bei Klebearbeiten
Hammer (z.B. 300 g Schlosserhammer) 1000 g Schlosserhammer 5 kg Vorschlaghammer Zum Treiben der Stechbeitel, bei Holzbearbeitung und falls mal zu viel Frust über ein Projekt aufkommt
Zollstock Maßband Weil Pi mal Daumen manchmal einfach nicht reicht
Verschiede Folienstifte (z.B. Edding) Reißnadel Anreißzirkel Anzeichnen von Bohrungen, Schnittlinien, etc.

 


Persönliche Schutzausrüstung

Für den Umgang mit schnelllaufenden Werkzeugen und Gefahrstoffen.

Schutzbrille Arbeiten mit schnellaufenden Werkzeugen (z.B. Dremel)
Staubschutzmasken Schleifarbeiten, evtl. Arbeiten mit elektrischen Sägen
Schutzmasken gegen Aerosole Arbeiten mit Sprühfarben/-lacken
Einweghandschuhe (Latex oder Nitril) Arbeiten mit Modelliermassen (z.B. Milliput, Greenstuff) oder Lösemitteln (z.B. Ethanol)
Stahlhelm Falls man mal wieder mehr Zeit mit den Nerfs als mit der Frau/Freundin verbracht hat und der Haussegen schief hängt

 


Mal- und Lackierarbeiten

Für die Umgestaltung zum LARP-tauglichen Schußwaffensimulationsgerät.

Grundausstattung Optional Deluxe Anwendungszweck
Verschiedene Schleifpapiere (z.B. 40er, 80er, 150er, 200er Körnung), Stahlwolle Schleifblock (Kork oder Holz) Excenterschleifer (z.B. Proxxon 28520 Eckenschleifer OZI 220/E) Abschleifen des Gehäuses vor dem Lackieren
verschiedene Pinsel Schwämme (z.B. Schaumstoff) Airbrushpistole mit Kompressor Selbsterklärend
Ethanol (z.B. Brennspiritus) Entfetten der Malfläche
Grundierung (z.B. Games Workshop Chaos Black oder Skull White) Sprüh-Haftgrund (anstatt Grundierung, falls es mal schnell gehen soll) Vorbereiten der Malfläche
Farben nach Gusto
(z.B. Belton Sprühlacke, Vallejo oder GW Acrylfarben auf Wasserbasis)
Klarlack Hochglänzend (z.B. beliebige Baumarkteigenmarke) Schutzschicht für die Bemalung (sehr viel haltbarer als matter Klarlack)
Klarlack Matt (z.B. Army Painter Matt Varnish) Mattieren der Bemalung
Malerkreppband Abklebeband (z.B. Tamiya 6mm Abklebeband) Abkleben z.B. bei Sprühlackierungen

 


Elektroarbeiten

Grundausstattung Optional Deluxe Anwendungszweck
Lötkolben verschiedene Aufsätze für den Lötkolben regelbare Lötstation Löten
Elektroniklot
Entlötpumpe Lösen von Lötstellen (z.B. beim Motorenaustausch)
Lötrauchabsaugung mit Aktivkohlefilter Persönliche Schutzausrüstung (-> Lötrauch ist Gesundheitsschädlich)
Kombizange Seitenschneider Kabel schneiden und abisolieren
Elektrozange
Abisolierzange
Multimeter verschiedene Messarbeiten (welche Lötstelle leitet nicht?!?)

 


Holzarbeiten

Grundausstattung Optional Deluxe Anwendungszweck
Fuchsschwanz Pendelhubstichsäge elektrische Bandsäge
elektrische Tischkreissäge
Stechbeitel
Feilen und Raspeln

 


Nützliches Werkzeug

Nice to have.

Nützliches Werkzeug Anwendungszweck
Splinttreiber (2 oder 3mm) Lösen der Verbindung Boltsled -Bolt
Dritte Hand mit Lupe Fixieren von Kleinteilen zur Bemalung/Bearbeitung, Vorbeugung von Verbrennungen bei Lötarbeiten
flexible Welle für Dremel Mehr Bewegungsfreiheit und bessere Feinmotorik mit dem Dremelwerkzeug
Heissluftpistole Schrumpfschläuche schrumpfen, Kuststoff weich machen zum Modellieren, Kunststoffschweissen (dafür braucht man eine mit Temperaturregelung)
Rohrschneider Um Rohre gerade abzuschneiden, Reduzierringe in Rohre pressen
Breiter Schlitzschraubendreher oder Klauenhammer Lösen des Spannhebels bei der Longstrike/Longshot

 


Häufig verwendetes Verbrauchsmaterial

Was regelmäßig bei verschiedenen Mods gebraucht wird. Im Grunde eine Schnäppchenjägerliste (wenn im Aldi mal wieder was im Angebot ist, zugreifen).

Heißkleberstifte
Schrumpfschläuche
Isolierband
Panzertape
Kabelbinder
Malerkrepp
2-Komponenten Epoxidkleber
Modelliermasse (Milliput, Greenstuff)
Plasticard
O-Ringe (versch. Größen)
Kabel in versch. Farben (z.B. 0,5mm^2 Querschnitt)