Federdruckblaster

Federdruckblaster

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Federdruckblaster, manuell

Beim Federblaster werden die Darts durch komprimierte Luft angetrieben, die durch eine gespannte Feder erzeugt wird. Die Feder drückt beim Abschussvorgang auf einen Kolben (= Plunger), der (relativ) luftdicht mit dem Lauf verbunden ist. Vor jedem Schuss muss die Feder von Hand gespannt werden. Typische Vertreter dieser Gattung sind die Nerf Raider, Nitefinder oder Longshot. Es existieren die Untergattungen normaler Kolben (z.B. Nitefinder, Longshot) und invertierter Kolben (= Reverse Plunger, z.B. Raider, Recon).

Modding

Leistungssteigernde Maßnahmen sind z.B. das Entfernen des Air Restrictors, eine verbesserte Abdichtung des Plungers durch einen O-Ring, die Erhöhung der Federkraft durch Strecken/Vorspannen oder Austauschen der Feder und die Verkürzung des Laufes (Minimalisierung).

Federdruckblaster, elektrisch

Beim elektrischen Federdruckblaster funktioniert der Antrieb des Darts wie beim manuellen Federdruckblaster, jedoch wird der Spann- und Nachladevorgang von einem Motor übernommen. Da das manuelle Spannen wegfällt, können derartige Blaster Feuerstöße abgeben. Typische Vertreter sind die Nerf Stampede und Vulcan.

Modding

Zur Erhöhung der Schussenergie können dieselben Methoden wie beim manuellen Blaster verwendet werden. Um die Kadenz der Feuerstöße zu erhöhen, muss die Spannung erhöht oder der Motor ausgetauscht werden.

Flywheelblaster

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Flywheelblaster (dt.: Schwungradblaster)

Flywheelblaster, manuell

Beim Flywheelblaster werden die Darts über sich schnell drehende Rollen (=Flywheels) aus dem Lauf beschleunigt.
Das Funktionsprinzip ist hier wie bei einer Tennisballkanone, die Kraft zum Abschuss wird von Motoren erzeugt. Typische Vertreter dieser Gattung sind die Barricade, Rayven oder die Powerstrike 48.

Modding

Eine Leistungssteigerung erfolgt normalerweise durch Erhöhung der Spannung und/oder Austausch der Antriebsmotoren.

Flywheelblaster, automatisch

Beim Automatischen Flywheelblaster funktioniert auch die Munitionszuführung elektrisch, weshalb auch Feuerstöße möglich sind. Ein typischer Vertreter dieser Gattung ist die BuzzBee Tommy 20.

Modding

Durch die Erhöhung der Spannung steigt sowohl die Schussenergie als auch die Kadenz an.

Super Soaker

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Geschichte und Entwicklung

Anfang der 80er Jahre sah es, selbst für heutige Verhältnisse, auf dem Wasserpistolenmarkt recht düster aus. Alles in allem beschränkte sich die Auswahl damals auf zwei Systeme. Das war zum einen die klassische Squirt Gun, eine einfache kleine Pumpe, die durch eine Feder nach jedem Abdrücken in Ausgangsposition gebracht wurde. Die Dinger gibt es bis heute und dürfte jeder kennen. Das sind diese verschiedenen meist quietschbunten billigen Plastikdinger. Das zweite waren die Watercannons. Simple Rohre die über einen großen Kolben direkt durch die Düse (oder Nozzle wie ichs ab jetzt nennen werde) geladen werden. Auch diese Geräte gibts bis heute und haben als single-use Wegwerfwaffe immer noch eine gewisse Existenzberechtigung in Water Wars.

Im Verlauf der 80er kamen dann die ersten motorisierten Blaster auf den Markt und waren, dank der Möglichkeit Dauerfeuer geben zu können allem andern weit überlegen. Das sollte sich ändern. 1989 wurde von Larami Ltd. das erste Patent eines luftdruckbetriebenen Water Blasters, der Super Soaker 50, eingereicht und diese ab 1990 produziert.Die Super Soaker 50 basiert, wie viele Soaker die danach produziert wurden, auf dem Pressured Reservoir (PR) System. Hier wird durch eine Pumpe Luft in den Wassertank gepumpt und so Druck aufgebaut, der dann das Wasser aus der Nozzle drückt. Diese Technik ermöglichte eine kontinuierliche Feuerkraft die alles andere, was damals auf dem Markt war, in den Schatten stellte und wegweisend für die weitere Entwicklung im Bereich der Water Blaster war. Schon ein Jahr später erschien mit der Super Soaker 100 der nächste Meilenstein in der Blastertechnologie. In diesem Blaster kam zum ersten mal ein Pressure Chamber (PC) zum Einsatz. Hierbei wird Wasser aus dem Haupttank in einen kleineren Drucktank umgepumpt in dem sich auf Grund des geringeren Volumens höhere und konstantere Drücke als in einem PR erzeugen lassen. Die Super Soaker dieser „Classic“ Reihe waren einige Jahre die unangefochtenen Herrscher jeder Wasserschlacht. Jeder der damals was auf sich hielt hatte zumindest eine SS 50 im Schrank. Auch die darauf folgenden XP und XXP Reihen setzen prinzipiell die gleiche Technik ein. Die Blaster wurden damals hauptsächlich größer und robuster. Die Tanks wurden meist in den Blaster integriert und waren nicht mehr abnehmbar es wurden andere Pumpeneinlässe verwendet die die Blaster zuverlässiger machten, mehrere Drucktanks verwendet und ähnliches.

Der nächste große Sprung war dann 1996. Mit der legendären CPS 2000 Mk1 brachte Larami einen Blaster auf den Markt, dessen Feuerkraft bis heute ungeschlagen ist. Ich hab so ein Monstrum, obwohl leider nie besessen, so doch immerhin einige Male benutzen dürfen und kann sagen, wer einmal den Rückstoß beim Abfeuern des fingerdicken Strahls gespürt hat, weiß was Firepower ist… CPS steht dabei für Constant Pressure System. Auch hier wird das Wasser durch die Pumpe in einen zweiten Drucktank umgepumpt, der aber, im Unterschied zu PC-Blastern, nicht starr sondern aus einem elastischen Material ist. Dadurch konnte die im Vergleich zum Wasser deutlich höhere Kompressibilität von Luft eliminiert und so der Druckabfall bei sich leerendem Druckbehälter deutlich reduziert werden. Die Zeit von Mitte bis Ende der 90er war, durch die CPS Technik, das „Golden Age“ der Water Blaster. Selbst „schwächere“ Blaster aus der CPS-Reihe, sowie die spätere Monster-Reihe können es bis heute mit nahezu allem aufnehmen was üblicherweise in freier Wildbahn anzutreffen ist.

Ab 2002 begann dann mit dem Aufkauf von Larami Ltd. durch Hasbro der allmählich Abstieg der Marke Super Soaker. Die Max-D Reihe von 2002 setzte beispielsweise fast ausschließlich auf PR Technik und kamen, obwohl diese für heutige Verhältnisse immer noch mächtige Geräte sind, in keiner Weise an das heran was in den Jahren davor auf dem Markt war. Spätere Reihen setzten zunehmend auf Gimmicks, wie abnehmbare Miniblaster, rotierende Nozzles und ähnliches. Auch wurden neben PR, PC und seltenen CPS Blastern auch zunehmend Piston Blaster produziert. Diese ähneln vom Funktionsprinzip den Squirt Guns und Cannons. Über eine Pumpe wird Wasser aus dem Tank angesaugt und direkt an die Nozzle weitergegeben, so dass bei jedem Pumpvorgang gefeuert wird aber kein kontinuierlicher Strahl mehr möglich war. Hier gab es durchaus einige interessante Konzepte, dennoch stehen Piston Blaster definitiv am unteren Ende der Nahrungskette. Echte CPS Technik wurde nur noch selten produziert. Eine der großen Ausnahmen war die Super Soaker Flash Flood von 2005 und ihre Nachfolgerin die Arctic Blast von 2007.

Etwa Mitte der der Jahre begann BuzzBee Toys unter der Marke Water Warriors, gerüchteweise ehemalige Larami Leute die dort ihre Arbeit weiter geführt haben, wobei ich das nie wirklich weiter recherchiert habe, CPS-Blaster zubauen. Nach einer verlorenen Patentklage gegen Hasbro waren sie aber gezwungen die Produktion 2011/12 einzustellen und entsprechende Blaster vom Markt zu nehmen.

Das wirklich frustrierende an der ganzen Sache ist, dass das absolute Super Soaker Flaggschiff 2012 ein in puncto Outputleistung absolut bemitleidenswerter motorisierter Blaster ist, somit also auf eine Technologie setzt die durch die Überlegenheit der Super Soaker Classic 50 vor über 20 Jahren fast vollständig verdrängt wurde.