Testbericht: Nerf N-Strike Elite Pinpoint Sight

Testbericht: Nerf N-Strike Elite Pinpoint Sight

Ein Zubehörteil, das für Nerf-Sammler ohne jeden Zweifel zu den heiligen Gralen zählt: Das N-Strike Elite Pinpoint Sight. Aufgrund einer limitierten Veröffentlichung vor zwei Jahren als Promo-Gratisdreingabe in Singapur, Hongkong und Neuseeland (und möglicherweise auch in Australien) lange Zeit nur sehr schwer und zu absoluten Mondpreisen erhältlich, ist es dank einer Veröffentlichung in Südkorea Mitte 2014 endlich zu vernünftigen Preisen (um nicht zu sagen spottbillig) zu haben. Nevermore, Blogger bei  ofensau.wordpress.com, hat das Zielvisier für Euch getestet. Warum das Pinpoint Sight das vielleicht beste Zubehörteil von Nerf ist, könnt ihr im Review lesen!

Auf die Veröffentlichungsgeschichte sowie die Frage, ob es sich um eine offizielle Hasbro-Veröffentlichung (meine Meinung: JA!) oder um eine Fälschung (meine Meinung: NEIN!) und um ein Elite-Produkt (JA!) oder um ein N-Strike-Produkt in Elite-Farben (NEIN!) handelt, gehe ich im Detail hier auf meinem eigenen Blog ein. Hier auf Dartblaster.de gibt’s dagegen exklusiv meine Produktbewertung. Auf geht’s!

Verpackung und Lieferumfang

Damit ihr euch erst mal ein Bild von den Dimensionen der Verpackung machen könnt, gibt’s hier einen Vergleich mit einem 30er-Pack Suction Darts, die ich vom selben Verkäufer erworben habe. Die Verpackung ist wirklich minimalistisch gehalten, ganz nach dem Vorbild der vorangegangenen Neuauflage der alten N-Strike-Version. Auf der Rückseite der Verpackung wird die Kompatibilität mit der ersten Veröffentlichunsgwelle der Elite-Blaster, bestehend aus Hail-Fire, Retaliator und Rampage, beworben. Mehr zu diesen (und anderen!) Blastern später.

 

 

 

Wie schon weiter oben erwähnt, ist die Verpackung dem N-Strike-Vorgänger nachempfunden. Dies erkennt man insbesondere an den Seiten, die einen blauen Maverick zeigen! Tatsächlich wurde hier einfach das existierende Foto von der alten Version digital von gelb in blau umgeändert. Ein blauer Maverick ist auch zwei Jahre später noch nicht angekündigt.

 

Kommen wir zu dem, was die Experten gemeinhin als „Unboxing“ bezeichnen. Ausgepackt zeigt sich das ganze Ausmaß des eingangs bereits angesprochenen Minimalismus der Verpackung: Pinpoint Sight in Plastikschale, Bedienungsanleitung. Das ist alles.

Vorbereitung und Einsatz

Das Pinpoint Sight von beiden Seiten. Der Aufsatz für die „Tactical Rail“-Steckschiene besteht annähernd aus demselben orangefarbenen Plastik wie diverse Teile der Elite-Blaster, insbesondere die Laufenden. Ansonsten kommen äußerlich nur blaues und durchsichtiges Plastik zum Einsatz, wobei das blaue Plastik weitgehend dem Farbton entspricht, der auch bei den meisten Elite-Blastern zum Einsatz kommt. Bei den übrigen weißen und orangefarbenen Details handelt es sich um Bemalungen. Die Qualität der Bemalungen schwankt (dies wurde bereits bei der ursprünglichen Veröffentlichung in Singapur bemängelt); ich besitze aktuell zwei Exemplare mit unterschiedlicher Qualität bei den Bemalungen. Außerdem ist der Farbton der orangefarbenen Bemalungen deutlich dunkler und weniger kräftig als das orangefabene Plastik. Aber das war ja auch schon beim RapidStrike der Fall. (Mehr zu den einzelnen Blastern weiter unten.)

 

 

 

 

 

 

 

Im hinteren Teil des Pinpoint Sight ist eine Lampe angebracht, die einen roten Lichtpunkt auf das Fadenkreuz wirft.

Das Pinpoint Sight lässt sich auf den „Tactical Rail“-Steckschienen, über die der Großteil der Elite-Blaster verfügt, anbringen. Im Falle des Retaliators gibt es hier gleich ein kleines Problem: Die zentral gelegene Steckschiene befindet sich auf dem Spannschlitten, der für jeden Schuss erneut zurückgezogen werden muss. Passt man nicht richtig auf, kann es sehr schnell vorkommen, dass sich das Pinpoint Sight dabei von seiner Befestigung löst und verrutscht. Das ist sehr schade, da der Retaliator als „Scharfschützenwaffe“ eigentlich den optimalen Blaster für die Verwendung des Pinpoint Sight darstellt.

 

 

 

 

Die Verwendung des Pinpoint Sight ist egentlich ganz einfach: Man muss nur den Blaster so halten, dass sich der rote Punkt genau in der Mitte des Fadenkreuzes befindet. Auf diese Weise kann man das Ziel mit (für Nerf-Verhältnisse) ziemlich guter Präzision anvisieren. Allerdings ist die Präzision abhängig von der individuellen Verarbeitung des Pinpoint Sight: Bei mein ersten Exemplar wird der rote Punkt deutlich zu weit nach links projiziert, was man spätestens dann bemerkt, wenn man versucht, den roten Punkt, die Mitte des Fadenkreuzes und das Balkenkorn der Retaliator-Laufverlängerung auf eine Linie zu bringen. Bei meinem zweiten Exemplar tritt dieser Mangel dagegen nicht auf. Somit handelt es sich nicht um einen generellen Design- oder Baufehler, sondern um einen Mangel in der individuellen Ausführung, dessen Auftreten sehr stark vom Zufall und Glück abhängt.

Ein entscheidender Vorteil des Pinpoint Sight besteht darin, dass ein Teil des Lichts vom durchsichtigen Plastik, auf dem das Fadenkreuz angebracht ist, absorbiert und der Rest gestreut wird. Auf diese Weise wird vermieden, dass (anders als etwa beim Firestrike) ein deutlich sichtbarer roter Punkt dem Ziel signalisiert, dass es gerade anvisiert wird.

 

 

 

Das Pinpoint Sight im Praxistest

Es folgt eine ausführliche Überprüfung, für welche Blaster das Pinpoint Sight tatsächlich geeignet ist.

Fazit

Für kleine Handwaffen und Flinten ist das Pinpoint Sight eher wenig geeignet. Für Präzisionswaffen, die etweder über eingebaute Schulterstützen oder Laufverlängerungen verfügen oder aber mit solchen aufgerüstet werden können, stellt das Pinpint Sight dagegen einen echten Mehrwert dar – vorausgesetzt, man erwischt kein Montagsexemplar.

Vergleich zwischen verschiedenen Zubehörteilen für die Steckschienen: Zielrohr (Zombie Strike Longshot), Elite Pinpoint Sight, Dartschiene (Sonic Fire Barrel Break IX-2) und Angriffs-Handgriff (Retaliator).

Bleibt noch die Frage: Wo bekomme ich so ein Teil? Bis vor kurzem spuckte die Ebay-Suchanfrage günstige Ergebnisse aus Südkorea aus. Ein Händler verkaufte diese für ca. 20€ (versandkostenfrei!). Stand 4.12. gibt es dieses Angebot leider nicht mehr. Wer gerne ein Pinpoint Sight kaufen möchte, sollte öfter ebay checken: bit.ly/pinpebay

Nevermore

Torsten ist langjähriger Comic- und Transformers-Fan. Über letzteres Hobby kam er 2013 schließlich auch zu Nerf. Er betreibt sein eigenes privates Blog unter ofensau.wordpress.com.

Letzte Artikel von Nevermore (Alle anzeigen)

 
Comments

No comments yet.

Leave a Reply